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Deutsche Parodontose Hilfe e.V. Herne
Schulstr. 26 / D-44623 Herne
Tel. 0 23 23 / 96 59 05
Fax 0 23 23 / 147 531 633
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News
19.05.2010
Rheuma und Parodontitis haben einiges gemeinsam
Forschungen haben gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Patienten mit
rheumatoider Arthritis unter bakteriellen Entzündungen des Zahnhalteapparates
(Parodontitis) leiden.
„Patienten mit Morbus Bechterew, die unter
einer Entzündung der Sehnenansätze, besonders an Becken und Wirbelsäule
leiden, haben sogar ein 6,8-fach erhöhtes Risiko für eine Parodontitis.
Aber auch bei Rheuma im Kindes- und Jugendalter besteht eine erhöhte
Gefahr, eine Parodontitis zu entwickeln. Wie wir aus aktuellen Forschungsarbeiten
einer interdisziplinären Forschergruppe an der Berliner Charité wissen,
liegt das darin begründet, dass beide Krankheitsbilder entzündlich
bedingt sind und sich möglicherweise gegenseitig verstärken können“,
so der Bundesverband Deutscher Rheumatologen.
Die Folge beider Erkrankungen
ist letztlich ein schleichender Abbau von körpereigenem Gewebe wie
Knorpel und Knochen – es kommt zu einer Zerstörung der Gelenke
im Fall einer RA - rheumatoiden Arthritis - bzw. des Zahnhalte-Apparates
im Fall einer Parodontitis. „Daran beteiligt sind in beiden Entzündungsprozessen ähnliche
entzündungsfördernde Substanzen“, berichtet Prof. Dr. med.
Gerd Rüdiger Burmester, Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt
Rheumatologie und Klinische Immunologie, Charité-Universitätsmedizin
Berlin, Campus Mitte. „Aktuell wird einer der vielen Keime in der
Mundflora intensiv erforscht, da sich in einigen Untersuchungen gezeigt
hat, dass dieses Bakterium möglicherweise bei diesem Entzündungsprozess
eine führende Rolle spielt und einige Substanzen, die auch bei der
RA nachgewiesen wurden, selbst bilden kann“.
Die bakteriellen Erreger
einer Parodontitis können die Aktivität einer rheumatischen Erkrankung
verstärken. „Aktuelle Studiendaten aus Rumänien zeigen,
dass bei RA-Patienten mit Parodontitis eine etwas höhere Krankheitsaktivität
als bei RA-Patienten ohne Parodontitis zu beobachten ist“, betont
Burmester. Möglicherweise können die Parodontitis-Bakterien bei
RA-Patienten auch in den Gelenken direkt zu den Gewebeschädigungen
beitragen.
Wie US-Forscher aktuell berichten, kann eine Parodontitis sogar
bei gesunden Nichtrauchern das Risiko für eine Erkrankung an RA (rheumatoider
Arthritis) bereits um das 2,6-fache erhöhen.
Umso wichtiger ist es,
Patienten, die bereits an einer rheumatischen Erkrankung leiden, zum Zahnarzt
zu überweisen
Quelle: |
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