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Deutsche Parodontose Hilfe e.V. Herne
Schulstr. 26 / D-44623 Herne
Tel. 0 23 23 / 96 59 05
Fax 0 23 23 / 58 65 5
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Schrift:  |
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News
04.06.2009
Frauen mit Kinderwunsch sollten ihre
Zähne untersuchen lassen
Zähne und Schwangerschaft – das hat mehr miteinander
zu tun, als viele Frauen meinen. Leidet eine werdende Mutter
unter einer schweren Parodontitis, stellt dies ein Risiko
für das Kind dar. Die Deutsche Parodontose Hilfe e.V.
empfiehlt allen Frauen mit Kinderwunsch, ihre Zähne
möglichst vor Eintreten der Schwangerschaft untersuchen
zu lassen.
Die meisten Frauen mit Kinderwunsch informieren sich umfassend,
wie sie eine Schwangerschaft und ihren positiven Verlauf
fördern können: Sie ernähren sich gesund,
halten sich fit und versuchen, Stress abzubauen. „Was
bei der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft allerdings
zu wenig Beachtung findet, ist die Zahngesundheit“,
erklärt Dr. Wolfgang H. Koch von der Deutschen Parodontose
Hilfe in Herne. Obwohl seit Ende der 1990er Jahre bekannt
sei, dass schwere Entzündungen des Zahnfleischs und
Zahnbetts das Baby im Mutterleib gefährden können,
spiele die Mund- und Zahngesundheit für viele Frauen
noch keine Rolle.
Erhöhtes Risiko für Fehl- und Frühgeburten
Wissenschaftlich belegt ist, dass die Parodontitis,
eine von Bakterien hervorgerufene Entzündung des Zahnhalteapparates,
zu Schwangerschaftskomplikationen führen kann. „Bleibt
die Erkrankung unbehandelt, erhöht sich das Risiko einer
Fehl- oder Frühgeburt um das 7,5-fache“, erklärt
Dr. Wolfgang H. Koch von der Deutschen Parodontose Hilfe.
Die Bakterien und Entzündungsbotenstoffe, die sich im
Mundraum befinden, werden über die Blutbahn in die Gebärmutter
gespült, wo sie den Fötus schädigen. Generell
besteht zwischen der Mundgesundheit und der Gesundheit des
gesamten Körpers eine enge Wechselwirkung. So kann eine
Parodontitis auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
oder Rheuma begünstigen. Umgekehrt können aber
auch bestehende Allgemeinerkrankungen die Entstehung einer
Parodontitis fördern.
Zahnfleischentzündung durch Hormonumstellung
Grundsätzlich sind Schwangere anfällig
für die Entstehung bakterieller Entzündungen im
Mundraum. Durch die hormonelle Umstellung kommt es zu einer
Auflockerung und stärkeren Durchblutung des Zahnfleisches.
Für Bakterien wird es damit leichter, in das Zahnfleisch
einzudringen. Bleibt die Parodontitis unbehandelt, kann sie
vom Zahnfleisch auf das Zahnbett übergreifen. Hierdurch
verlieren die Zähne ihren Halt und fallen unter Umständen
sogar aus. Besteht bereits vor Eintreten der Schwangerschaft
eine Parodontitis, kann sich diese während der Schwangerschaft
verstärken. Das Tückische an der Erkrankung ist,
dass sie fast keine Schmerzen verursacht und daher meist
erst sehr spät entdeckt wird.
Zähne möglichst vor Beginn der Schwangerschaft therapieren
Die Deutsche Parodontose
Hilfe e. V. empfiehlt Frauen mit Kinderwunsch, ihre Zähne
bereits vor Eintreten der Schwangerschaft untersuchen und
die Zahngesundheit herstellen zu lassen. Dieser Zeitpunkt
ist auch deshalb günstig, weil manche Betäubungsmittel
oder Medikamente, die während einer Schwangerschaft
nur sehr eingeschränkt oder gar nicht verabreicht werden
dürfen, noch eingesetzt werden können. Schwangere
Frauen sollten mindestens zweimal ihre Zähne im Verlauf
der Schwangerschaft kontrollieren lassen. In jedem Fall kann
eine Parodontitis heute sanft und schmerzfrei therapiert
werden. Informationen zu Krankheitsbild, Behandlung und Vorbeugung
können angefordert werden unter der Telefonnummer 0
23 23 / 96 59 05 oder per Mail unter info@parodontosehilfe.de.
Quelle: Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch |
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