Deutsche Parodontosehilfe e.V., Herne
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Deutsche Parodontose Hilfe e.V. Herne
Schulstr. 26 / D-44623 Herne
Tel. 0 23 23 / 96 59 05
Fax 0 23 23 / 147 531 633
www.parodontosehilfe.de
info@parodontosehilfe.de
      Schrift:   Groß   Klein
Woran erkennt man ein qualitätsorientiertes Parodontologie–Konzept?

  1. Es wird eine umfangreiche Anamnese erhoben.
  2. Es wird eine zielorientierte Diagnostik durchgeführt.
  3. Der Patient wird über die Möglichkeiten einer Selbstbehandlung informiert.
  4. Behandlung
  5. Überprüfung des Behandlungsergebnisses

Zu 1: Es wird eine umfangreiche Anamnese erhoben.
Woran Sie das erkennen.
  1. Es werden Fragen nach dem Allgemeingesundheitszustand gestellt, wie z.B. Bluthochdruck, rheumatische Erkrankungen, Diabetes, u.a.
  2. Es werden Fragen nach Parodontitis verstärkenden Faktoren gestellt, wie Rauchen, Stress, Ernährung.
  3. Es werden Fragen nach Medikamenteneinnahme gestellt, wie Blutverdünner, Hormontabletten, Antidepressiva.
  4. Es werden Fragen zur Familien-Anamnese gestellt, wie z.B.
    Haben Ihre Eltern die Zähne früh verloren? Bestehen bei Ihren Eltern Allgemeinerkrankungen wie Diabetes?
Zu 2: Es wird eine zielorientierte Diagnostik durchgeführt.
Woran Sie das erkennen.
  1. Es wird ein Mundhygienestatus erhoben als Überprüfung der Effizienz Ihrer häuslichen Mundpflege.
  2. Es wird ein sog. PH-Status gestellt (Messung der Taschentiefe).
  3. Es wird eine Röntgendiagnostik durchgeführt (Orthopantogramm, (Übersichtsaufnahme) und / oder Status, Einzelzahnfilme).
  4. Die Funktion wird überprüft (Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkieferzähnen), um sicherzustellen, ob Überbelastungen von einzelnen Zähnen vorliegen. Es werden dazu Modelle erstellt. Je nach Befund. wird ein DNS-Test (Bakterientest) empfohlen.
  5. Mit Hilfe des Gentests wird analysiert, ob auch eine verstärkte Entzündungsbereitschaft vorliegt.
  6. Ggf. Partneruntersuchung, da in 30 % der Fälle eine "Ansteckung" möglich ist.
Zu 3: Der Patient wird über die Möglichkeiten einer Selbstbehandlung informiert.
Woran Sie das erkennen.
  1. Es findet eine mindestens einmalige Vorbehandlung im Sinne einer Vorbehandlung statt.
  2. Ich habe Hinweise auf eine unterstützende Ernährungstherapie bekommen.
  3. Ich habe Informationen über die Raucherentwöhnung bekommen.
  4. Die Zusammenhänge zwischen Stress und Parodontitis wurden erläutert.
Zu 4: Behandlung
Woran erkennen Sie eine fundierte Behandlung?
  1. Es findet eine mindestens einmalige Vorbehandlung im Sinne einer Vorreinigung der Zähne statt. Dazu wird der Zahnstein entfernt und Reizfaktoren wie überstehende Füllungs- und Kronenränder eliminiert.
  2. Im Rahmen der Vorbehandlung wird die Mundhygiene des Patienten durch individuelle Hinweise optimiert.
  3. Die Hauptbehandlung findet unter Anästhesie – innerhalb einer Woche – statt (Reinfektionsgefahr).
  4. Falls erforderlich wird die Hauptbehandlung mit mikrobiologischen Maßnahmen (gezielter Einsatz von Heilmitteln gegen Parodontoseerreger) unterstützt.
  5. Ggf. immunsteigernde Maßnahmen.
Zu 5: Überprüfung des Behandlungsergebnisses
Woran Sie das erkennen.
  1. Vergleich des Anfangsbefundes mit dem Ergebnis regelmäßig stattfindender Nachuntersuchungen.
  2. Bestimmung des individuellen Rückfallrisikos durch regelmäßige Prophylaxemaßnahmen in kurzen Zeitabständen.