Ist Parodontose nach der Therapie dauerhaft geheilt?

Parodontose ist ein lebenslanger Pflegefall und nach der Erstbehandlung nicht vollständig geheilt. Eine erfolgreiche Therapie erfordert eine dauerhafte Erhaltungstherapie mit regelmäßigen ärztlichen Kontrollen und professioneller Zahnreinigung alle sechs Monate.

Warum ist das 2-Jahres-Programm der Krankenkassen entscheidend?

Die Krankenkassen schreiben ein strukturiertes Nachsorgeprogramm über zunächst zwei Jahre vor, um den Behandlungserfolg durch regelmäßige Zwischenuntersuchungen zu sichern.

In diesen Terminen messen wir die Zahnfleischtaschen exakt nach und prüfen, ob Entzündungsfaktoren verblieben sind. Wir identifizieren Bereiche, die bei der häuslichen Pflege intensiver bearbeitet werden müssen. Ein spezielles Computerprogramm wertet die Befunde aus und zeigt uns genau, an welchen Zähnen die Therapie erfolgreich war und wo wir noch nachbessern müssen.

BehandlungsphaseIntervallZiel der Maßnahme
Nachsorgeprogramm2 Jahre (Kassenleistung)Engmaschige Kontrolle der Taschentiefen
Prophylaxe-RecallAlle 6 MonateMechanische Reinigung der Zahnfleischtaschen
Häusliche PflegeTäglich (App-gestützt)Individuelle Plaquekontrolle an Problemstellen

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf den Rückfall von Parodontose?

Eine zuckerreduzierte Ernährung entzieht den Parodontose-Bakterien ihre primäre Nahrungsquelle und schützt so vor einem erneuten Ausbruch der Entzündung.

Der Mund ist der Eingang des Darmrohres. Funktioniert die Ernährung nicht richtig, wirkt sich das negativ auf die Mundgesundheit und das Immunsystem aus. Bakterien ernähren sich von Zucker und dessen Abfallprodukten. Wir geben in der Praxis Hinweise für eine zahngesunde Ernährung, ohne ein missionarisches Ernährungsdiktat aufzuerlegen. Spezifische Blutuntersuchungen wie Vitamin-D- und Blutzuckertests helfen uns zusätzlich, gesundheitliche Risikofaktoren exakt zu bestimmen.

Wie unterstützen digitale Hilfsmittel und regelmäßige Prophylaxe die Heilung?

Eine spezielle App bietet individuelle Putztipps für zu Hause, während die halbjährliche Prophylaxe in der Praxis die verborgenen Bakterienherde entfernt.

Allgemeine Ratschläge zum Zähneputzen reichen bei Parodontitis-Patienten nicht aus. Über Videos in der App erhalten Patienten genaue Anweisungen, was sie an jedem spezifischen Zahn verändern müssen. In der Praxis reinigen wir die Zahnfleischtaschen mechanisch mit feinen Instrumenten. Patienten müssen mindestens jedes halbe Jahr zur Betreuung erscheinen, um einen Rückfall, der unbehandelt oft nach acht bis zehn Jahren eintritt, zu vermeiden.

Ist Parodontose irgendwann komplett geheilt?

Nein, Parodontose gilt medizinisch als lebenslanger Pflegefall und erfordert dauerhafte zahnärztliche Betreuung.

Durch konsequente professionelle Zahnreinigungen, exzellente häusliche Pflege und ärztliche Kontrollen lässt sich der Knochenabbau jedoch vollständig stoppen. Das Ziel unserer Praxisphilosophie ist es, die Zähne trotz der chronischen Erkrankung ein Leben lang im Kiefer zu erhalten.

Wie beeinflusst meine Ernährung die Parodontose?

Parodontose-Bakterien ernähren sich primär von Zucker und seinen Abfallprodukten, weshalb eine Ernährungsumstellung den Therapieerfolg massiv beeinflusst.

Wer den Zuckerkonsum reduziert, entzieht den schädlichen Bakterien die Nahrungsgrundlage im Mundraum. Eine gesunde Ernährung stärkt zudem die Darmflora und damit die körpereigene Abwehrfähigkeit, welche entscheidend ist, um die bakterielle Belastung im Gesamtorganismus dauerhaft abzuwehren.

Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch
 

Dr. Wolfgang H. Koch ist seit 1978 als Zahnarzt in Herne tätig und gilt als Pionier der Ganzheitlichen Zahnmedizin sowie Oralen Medizin. Als Experte für Umwelt-Zahnmedizin verbindet er seine jahrzehntelange klinische Erfahrung am Standort Herne mit modernsten biologischen Verfahren wie Ozon-Therapie und PRF, um die Ursachen chronischer Leiden im Kiefer nachhaltig zu beheben, Dr. Koch Zahnarztpraxis, Herne www.praxis-dr-koch.de,