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Category Archives for "Parodontose News"

Parodontitis ernst nehmen

Es gibt wissenschaftliche Nachweise, die einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und schweren Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose und Magenkrebs belegen.

Jetzt hat ein Forscherteam um den US-Mediziner Stephen Dominy das Parodontitisbakterium Porphyromonas gingivalis und auch giftige Enzyme in Gehirnen verstorbener Alzheimerpatienten nachgewiesen. Patienten sollten Parodontitis ernst nehmen und etwas dagegen unternehmen.

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Piercings im Mundraum: Parodontale Gesundheit in Gefahr!

Wissenschaftler der Universität Basel stellten fest, dass insbesondere Zungenpiercings die parodontalen Bedingungen der Zähne in unmittelbarer Nähe negativ beeinflussen können.

Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Lippen- und Zungenpiercings und der parodontalen Gesundheit und Entzündungsneigung der Studienteilnehmer.

In der Nähe der Zungenpiercings wurden bei den Probanden häufig Blutungen nach Sondieren beobachtet.

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Elektrische Zahnbürsten im Test: Der Preis sagt nicht viel über die Qualität

Bei Produkttests der Stiftung Warentest wurde der jahrelange Testsieger Oral-B (Braun Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin) von der € 220,00 teuren Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart auf Platz zwei verwiesen.

Noten von „gut“ bis „mangelhaft“, Preise von € 16,00 bis € 220,00

Ein neuer Test von elektrischen Zahnbürsten der Stiftung Warentest zeigt: Am Preis allein lässt sich die Qualität einer Zahnbürste nicht erkennen. Denn auch die elektrische Bürste eines Drogeriemarktes für € 16,00 (dm Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional) ist gut.“

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Zahnfleischerkrankungen erhöhen die Gefahr von Asthma

Wie eine wissenschaftliche Studie herausfand, haben Menschen mit Zahnfleischbeschwerden ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Demnach leiden Personen mit einer guten Mundhygiene seltener an der chronischen Erkrankung.

Als Risikofaktoren für die Parodontitis der Testpersonen nannten die Forscher Alter, Rauchergewohnheiten, den Body-Mass-Index oder Osteoporose.

Zusätzlich wurde aber auch festgestellt, dass Menschen mit Beschwerden im Mundbereich fünf Mal mehr gefährdet, sind an Asthma zu erkranken, als Menschen, die gesunde Zähne und Zahnfleisch vorweisen konnten.

Studienautor Dr. Nigel Carter sagte dazu: „Der Forschungsbericht zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Asthma. Beide sind sehr verbreitet. Mehr noch, Parodontitis gehören sogar zu den meisten nicht übertragbaren Erkrankungen weltweit.“

Dr. Carter betont, das Risiko einer Erkrankung wird mithilfe von gründlicher Mundhygiene deutlich gemindert. Andersherum kommt es bei bereits unter Asthma leidenden Personen zu vermehrten Zahnfleischentzündungen.

Grund dafür ist neben besonderen Medikamenten auch das vermehrte Atmen durch den Mund. Dies führt zur Austrocknung und vermindertem Speichelfluss, was die Verbreitung von Bakterien begünstigt.

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Zahnfleischentzündung hemmt positive Effekte von Sport

Schlechte Mundhygiene wirkt sich negativ auf die Gesundheit des gesamten Körpers aus

Eine neue Studie hat jetzt herausgefunden, dass Zahnfleischentzündungen sogar die positiven Effekte von Sport ganz und gar zunichtemachen können.

Schweißtreibende Übungen sind fast nutzlos, wenn die betreffende Person gleichzeitig mit einem entzündeten Zahnfleisch zu kämpfen hat.

Je älter wir werden, desto langsamer erneuern sich unsere Zellen. Ausreichend Sport kann diesen Prozess jedoch deutlich verlangsamen oder sogar ganz stoppen und sich positiv auf unser biologisches Alter auswirken. Dadurch bleiben wir länger jung und fit.

Untersuchungen haben allerdings festgestellt, dass Personen, die zwar Sport treiben, gleichzeitig aber auch Parodontitis aufweisen, genauso schnell altern wie bei den sog. Couch-Potatoes, im Gegensatz zur Kontrollgruppe, ebenfalls sportlich, aber mit einer tadellosen Mundgesundheit. Effektive Zahnpflege hält also nicht nur gesund, sondern auch jung.

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Zahnfleischentzündung: Zahnseide ohne Instruktion hilft wenig – Interdentalbürstchen sind besser

Studien mit über 2.000 Patienten zeigten, dass die Anwendung von Zahnseide ohne Anleitung keine wesentliche Besserung der Zahnfleischentzündung bewirkt.

Zahnzwischenraum-Reinigung ist wichtiger Aspekt der Mundhygiene

Das regelmäßige – zweimal tägliche – Zähneputzen bildet den Grundstein für eine effektive Mundhygiene. Darüber hinaus ist auch die Interdentalreinigung ein wichtiger Aspekt. Eine breite Palette von Produkten und Geräten wird zu diesem Zweck vermarktet.

Die Studienergebnisse:

Zur Verminderung von Zahnfleischentzündung rangierten unter den 10 Interdental-Hilfsmitteln Interdentalbürsten an erster Stelle. Zahnseide brachte nur eine geringe Reduktion der Entzündung.

Eine Empfehlung eines bestimmten Interdental-Hilfsmittels ist nicht möglich, da ihre Wirksamkeit von der Benutzerfreundlichkeit, der entsprechenden Anweisung durch die Prophylaxe-Assistentin und der Zahnstellung abhängt.

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Belags-Reduzierung: Spülen vor dem Putzen bringt nichts

Untersuchungen aus den Niederlanden beschäftigten sich mit der Frage, ob ein zusätzliches Spülen des Mundes mit Wasser vor dem Zähneputzen einen positiven Effekt auf die Beseitigung von dentaler Plaque hat.

Zunächst wurden die Probanden dazu angehalten, die Mundhygiene für 48 Stunden ruhen zu lassen. Zu Beginn der Testreihe sowie im Anschluss an diese wurde der Plaque-Index in der gesamten Mundhöhle bestimmt. Dann durften zwei Kieferhälften ohne die Verwendung von Zahncreme je 30 sec. lang unter Aufsicht geputzt und anschließend 1 min. lang mit 15 ml Wasser gespült werden. Danach reinigte man die fehlenden Kieferhälften auf gleiche Weise.

Im Ergebnis konnte nach 2 min. Zähneputzen ohne Zahncreme durchschnittlich etwa die Hälfte der Plaque entfernt werden – das vorherige Spülen mit Wasser hatte dabei keinen Einfluss auf dieses Ergebnis.

Quelle: Van der Sluijs E et al . Prebrushing rinse with water on plaque removal: a split-mouth design. Int J Dent Hyg 2016; doi: 10.1111/idh. 12216, online am 28.03.2016.

 

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Yoga macht glücklich und ist auch gut gegen Parodontitis

Indische Wissenschaftler berichten:

Yoga macht glücklich und ist auch gut gegen Parodontitis!

Reduziert man psychosozialen Stress, ist das immer hilfreich für die Allgemeingesundheit. Inwiefern eine regelmäßige Yoga-Praxis positiven Einfluss auf parodontale Erkrankungen hat, untersuchten Wissenschaftler aus Indien.

Neben der psychologischen Befundung wurden auch die Zahnfleischentzündungen der Patienten dokumentiert sowie deren Kortisolspiegel im Blutserum bestimmt.

Die indischen Forscher konnten beobachten, dass der Kortisolspiegel bei den Personen, die regelmäßig Yoga praktizierten, niedriger war als bei den Probanden in den anderen Gruppen.

Yoga hatte lt. Studienergebnissen auch einen positiven Effekt auf die parodontale Gesundheit, auf die Ängste der Patienten und auf depressive Stimmungen.

Quelle: Katuri KK et al Association of yoga practice and serum cortisol levels in chronic periodontitis patients with stress-related anxiety and depression . J Int. Soc Prev Community Dent 2016; 6 (1):7-14.

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Essen macht gesund – Studie belegt entzündungshemmende Diät

Freiburg im Breisgau – Forscher der Universität Freiburg habe in einer Studie untersucht, wie sich mittels Nährstoffen eine vorhandene Parodontitis reduzieren lässt. Sie wollten herausfinden, ob ein als entzündungshemmende Diät beschriebener Ernährungsplan Einfluss auf die parodontale Mundgesundheit hat.

Dazu verringerten die Testpersonen ihre tägliche Kohlenhydrataufnahme und nahmen vermehrt stattdessen Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Antioxidantien und Ballaststoffe zu sich.

Nach Ablauf der sechs Wochen zeigte sich bei den Diätlern eine signifikante Verbesserung der Gingivitis und Parodontitis im Vergleich zu Personen, die nichts an ihren Ernährungsgewohnheiten änderten.

Sowohl Blutungen beim Sondieren als auch die entzündeten Areale waren deutlich rückläufig. Außerdem verbesserte die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen den Plaque-Index.

Parodontitis: Japanische Forscher zeigen antibakterielle Wirkung von Propolis

Propolis, eine harzige Substanz, die von Bienen produziert wird, wird als Volksmedizin zur Behandlung von Parodontalerkrankungen eingesetzt. Japanische Wissenschaftler konnten nun die Wirkungsweise der Propolis-Inhaltsstoffe auf Parodontal-Bakterien darstellen.

Yoshimasu und Kollegen am Nationalen Institut für Infektionskrankheiten in Tokio untersuchten die antibakterielle Wirkung von Propolis auf Porphyromonas gingivalis, einen Schlüsselerreger für Parodontalerkrankungen. Propolis reduzierte das Absterben von P.-gingivalis-Zellen durch Erhöhung der Membranpermeabilität der Bakterien innerhalb von 30 Minuten.

Parodontitis-Therapie kann den Cholesterin-Stoffwechsel positiv beeinflussen

Viele Studien deuten auf eine wechselseitige Beziehung von Parodontitis und Cholesterin-Stoffwechsel hin. Die Parodontitis-Therapie mit anschließender, regelmäßiger Nachsorge ist wohl in der Lage, de Stoffwechsel positiv zu beeinflussen und hat so das Potenzial, die Therapie eines zu hohen Cholesterinwertes sinnvoll zu ergänzen.

Im Rahmen einer Studie an der Universität Greifswald wurden Daten von 488 Patienten erhoben und ausgewertet. Bei den Laborparametern zeigte sich ein Trend zum besseren Gesamt-Cholesterin-Wert bei Recall-Patienten.

Einmal im Monat: Menstruationsbedingte Zahnfleischentzündung

Hormonelle Schwankungen wirken sich negativ auf die Mundflora aus – empfindliches Zahnfleisch und Zahnfleischbluten können die Folge sein.

Frauen, die ein paar Tage vor Einsetzen ihrer Monatsblutung vermehrt über geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch sowie Zahnfleischbluten klagen, leiden vermutlich unter der sog. Menstruations-Gingivitis. Diese vorübergehende Entzündung des Zahnfleisches ist der hormonellen Umstellung geschuldet, die im Körper der Frauen vor und während der Periode vonstatten geht.

Der Anstieg der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron sorgt auch für einen vermehrten Blutfluss im Zahnfleisch, weshalb es während der Menstruation besonders stark durchblutet wird. Zudem bewirken die Hormone, dass die Gingiva sensibel wird und es so leichter zu Verletzungen im Mundraum kommen kann. Dies wiederum erhöht die Infektionsgefahr, sodass für betroffene Frauen eine gründliche Mundhygiene äußerst wichtig ist.

Auch Taschenbildung kann in dieser Zeit vermehrt auftreten, die idealer Nährboden für Bakterien ist und so Plaque bis hin zur Parodontitis begünstigt.

Frauen, die unter Menstruations-Gingivitis leiden, sollten deshalb vor und während ihrer Periode mehr als sonst auf regelmäßiges Zähneputzen sowie das Benutzen von Zahnseide und Mundspülung achten, um ihr Zahnfleisch robust und gesund zu halten.

Quelle: ZWP online

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