Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch
Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

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Ganzheitliche ZahnMedizin, Cranio- faziale- Orthopädie, Umwelt-ZahnMedizin und Parodontologie, Dr. Koch & Partner, Herne www.praxis-dr-koch.de, Jameda Profil

Belags-Reduzierung: Spülen vor dem Putzen bringt nichts

Untersuchungen aus den Niederlanden beschäftigten sich mit der Frage, ob ein zusätzliches Spülen des Mundes mit Wasser vor dem Zähneputzen einen positiven Effekt auf die Beseitigung von dentaler Plaque hat.

Zunächst wurden die Probanden dazu angehalten, die Mundhygiene für 48 Stunden ruhen zu lassen. Zu Beginn der Testreihe sowie im Anschluss an diese wurde der Plaque-Index in der gesamten Mundhöhle bestimmt. Dann durften zwei Kieferhälften ohne die Verwendung von Zahncreme je 30 sec. lang unter Aufsicht geputzt und anschließend 1 min. lang mit 15 ml Wasser gespült werden. Danach reinigte man die fehlenden Kieferhälften auf gleiche Weise.

Im Ergebnis konnte nach 2 min. Zähneputzen ohne Zahncreme durchschnittlich etwa die Hälfte der Plaque entfernt werden – das vorherige Spülen mit Wasser hatte dabei keinen Einfluss auf dieses Ergebnis.

Quelle: Van der Sluijs E et al . Prebrushing rinse with water on plaque removal: a split-mouth design. Int J Dent Hyg 2016; doi: 10.1111/idh. 12216, online am 28.03.2016.

 

Foto: Skitterphoto @ Pixabay

Yoga macht glücklich und ist auch gut gegen Parodontitis

Indische Wissenschaftler berichten:

Yoga macht glücklich und ist auch gut gegen Parodontitis!

Reduziert man psychosozialen Stress, ist das immer hilfreich für die Allgemeingesundheit. Inwiefern eine regelmäßige Yoga-Praxis positiven Einfluss auf parodontale Erkrankungen hat, untersuchten Wissenschaftler aus Indien.

Neben der psychologischen Befundung wurden auch die Zahnfleischentzündungen der Patienten dokumentiert sowie deren Kortisolspiegel im Blutserum bestimmt.

Die indischen Forscher konnten beobachten, dass der Kortisolspiegel bei den Personen, die regelmäßig Yoga praktizierten, niedriger war als bei den Probanden in den anderen Gruppen.

Yoga hatte lt. Studienergebnissen auch einen positiven Effekt auf die parodontale Gesundheit, auf die Ängste der Patienten und auf depressive Stimmungen.

Quelle: Katuri KK et al Association of yoga practice and serum cortisol levels in chronic periodontitis patients with stress-related anxiety and depression . J Int. Soc Prev Community Dent 2016; 6 (1):7-14.

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Essen macht gesund – Studie belegt entzündungshemmende Diät

Freiburg im Breisgau – Forscher der Universität Freiburg habe in einer Studie untersucht, wie sich mittels Nährstoffen eine vorhandene Parodontitis reduzieren lässt. Sie wollten herausfinden, ob ein als entzündungshemmende Diät beschriebener Ernährungsplan Einfluss auf die parodontale Mundgesundheit hat.

Dazu verringerten die Testpersonen ihre tägliche Kohlenhydrataufnahme und nahmen vermehrt stattdessen Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Antioxidantien und Ballaststoffe zu sich.

Nach Ablauf der sechs Wochen zeigte sich bei den Diätlern eine signifikante Verbesserung der Gingivitis und Parodontitis im Vergleich zu Personen, die nichts an ihren Ernährungsgewohnheiten änderten.

Sowohl Blutungen beim Sondieren als auch die entzündeten Areale waren deutlich rückläufig. Außerdem verbesserte die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen den Plaque-Index.

Parodontitis: Japanische Forscher zeigen antibakterielle Wirkung von Propolis

Propolis, eine harzige Substanz, die von Bienen produziert wird, wird als Volksmedizin zur Behandlung von Parodontalerkrankungen eingesetzt. Japanische Wissenschaftler konnten nun die Wirkungsweise der Propolis-Inhaltsstoffe auf Parodontal-Bakterien darstellen.

Yoshimasu und Kollegen am Nationalen Institut für Infektionskrankheiten in Tokio untersuchten die antibakterielle Wirkung von Propolis auf Porphyromonas gingivalis, einen Schlüsselerreger für Parodontalerkrankungen. Propolis reduzierte das Absterben von P.-gingivalis-Zellen durch Erhöhung der Membranpermeabilität der Bakterien innerhalb von 30 Minuten.

Parodontitis-Therapie kann den Cholesterin-Stoffwechsel positiv beeinflussen

Viele Studien deuten auf eine wechselseitige Beziehung von Parodontitis und Cholesterin-Stoffwechsel hin. Die Parodontitis-Therapie mit anschließender, regelmäßiger Nachsorge ist wohl in der Lage, de Stoffwechsel positiv zu beeinflussen und hat so das Potenzial, die Therapie eines zu hohen Cholesterinwertes sinnvoll zu ergänzen.

Im Rahmen einer Studie an der Universität Greifswald wurden Daten von 488 Patienten erhoben und ausgewertet. Bei den Laborparametern zeigte sich ein Trend zum besseren Gesamt-Cholesterin-Wert bei Recall-Patienten.

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