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Gepostet am 7 Apr 2018

Einmal im Monat: Menstruationsbedingte Zahnfleischentzündung

Hormonelle Schwankungen wirken sich negativ auf die Mundflora aus – empfindliches Zahnfleisch und Zahnfleischbluten können die Folge sein. Frauen, die ein paar Tage vor Einsetzen ihrer Monatsblutung vermehrt über geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch sowie Zahnfleischbluten klagen, leiden vermutlich unter der sog. Menstruations-Gingivitis. Diese vorübergehende Entzündung des Zahnfleisches ist der hormonellen Umstellung geschuldet, die im Körper der Frauen vor und während der Periode vonstatten geht. Der Anstieg der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron sorgt auch für einen vermehrten Blutfluss im Zahnfleisch, weshalb es während der Menstruation besonders stark durchblutet wird. Zudem bewirken die Hormone, dass die Gingiva sensibel wird und es so leichter zu Verletzungen im Mundraum kommen kann. Dies wiederum erhöht die Infektionsgefahr, sodass für betroffene Frauen eine gründliche Mundhygiene äußerst wichtig ist. Auch Taschenbildung kann in dieser Zeit vermehrt auftreten, die idealer Nährboden für Bakterien ist und so Plaque bis hin zur Parodontitis begünstigt. Frauen, die unter Menstruations-Gingivitis leiden, sollten deshalb vor und während ihrer Periode mehr als sonst auf regelmäßiges Zähneputzen sowie das Benutzen von Zahnseide und...

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Gepostet am 15 Mrz 2018

Kinderwunsch: Mundgesundheit hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit

Kinderwunsch: Mundgesundheit hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit

Schwangerschaft kommt, so das Ergebnis einer finnischen Studie An der Studie, die im Journal of Oral Microbiology veröffentlicht wurde, nahmen 256 Frauen im Alter von 19 bis 42 Jahren teil, die schwanger werden wollten. In einem Zeitraum von einem Jahr wurde untersucht, ob der Kinderwunsch in Erfüllung ging. Zu Beginn wurden die Frauen auf Parodontitisbakterien im Speichel, Antikörper in Blut und Speichel gegen parodontale Pathogene, sowie vaginal untersucht, um eine Vaginose auszuschließen. Außerdem wurde ausgeschlossen, dass bekannte Risikofaktoren wie Alter, Rauchen oder andere Erkrankungen der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch sind. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Frauen, die innerhalb des einen Jahres nicht schwanger wurden, eine höhere Konzentration des Bakteriums Porphyromonas gingivalis, das in Verbindung mit Parodontitis steht, im Speichel sowie Antikörper in Blut und Speichel vorwiesen, als die Teilnehmerinnen, die innerhalb des Untersuchungszeitraums schwanger wurden. Die Wahrscheinlichkeit aufgrund dessen nicht schwanger zu werden, war bei den Probandinnen um das 3-Fache erhöht. Kamen bereits klinische Anzeichen für eine Parodontitis hinzu, stieg die Wahrscheinlichkeit sogar auf das 4-Fache an....

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Gepostet am 13 Mrz 2018

Wie lässt sich das Zahnfleisch wieder aufbauen?

Insgesamt sind die Möglichkeiten der modernen Zahnfleischbehandlung in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Zahnfleisch wachsen zu lassen ist aber leider (noch) nicht möglich. Die sogenannte „rote Ästhetik“ beschäftigt sich mit dem Zahnfleischaufbau. Ist das Zahnfleisch stark zurückgegangen, kann (nach einer erfolgreichen Parodontitistherapie!) das Zahnfleisch mit Bindegewebstransplantaten mikrochirurgisch wieder aufgebaut werden. Frei liegende Zahnhälse oder Zahnwurzeln werden wieder mit Zahnfleisch „beklebt“. Diese operative Zahnfleischaufbau sollte von erfahrenen Oralchirurgen vorgenommen werden. Häufig wird zudem der Aufbau des abgebauten Knochens empfohlen, da der Aufbau des Zahnfleisches ohne Knochenaufbau eine tiefe Tasche entstehen lässt, die eine optimale Mundhygiene sehr erschwert.  Zum Knochenaufbau eignet sich eigener Knochen aus anderen Bereichen des Kiefers, wie zum Beispiel aus der Region der ehemaligen Weisheitszähne im Oberkiefer, oder auch ein Knochenersatzmaterial. Modernste chirurgische Verfahren fördern die Knochenheilung mit speziellen Enzymen. Diese Methoden sind wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht, es könnten sich aber zukünftig interessante und für den Patienten schonende Verfahren entwickeln. Was tun gegen Zahnfleischschwund? Mit regelmäßigen halbjährlichen Routine-Untersuchungen beim Zahnarzt beugen sie nicht nur einem Zahnfleischrückgang vor, sondern auch...

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Gepostet am 13 Mrz 2018

Wie ist der Ablauf einer Parodontosebehandlung?

Eine Parodontitis chronica lässt sich heute nahezu schmerzfrei und zuverlässig feststellen und behandeln. Am Anfang der Behandlung steht die Anamnese und Diagnose. Eine ausführliche Anamnese gibt dem Zahnarzt Auskunft über den allgemeinen Gesundheitszustand (zum Beispiel Diabetes mellitus), eine regelmäßige Medikamenteneinnahme und die Lebensgewohnheiten (z.B. Rauchen oder übermäßiger Stress) des Patienten. Insbesondere chronische Erkrankungen und eine regelmäßige Medikamenteneinnahmen müssen dem Zahnarzt unbedingt mitgeteilt werden, da zum Beispiel blutdrucksenkende Mittel oder auch Psychopharmaka Nebenwirkungen auf das Zahnfleisch haben und die Entstehung einer Parodontitis begünstigen können. Im Anschluss daran erfolgt die genaue Untersuchung der Mundhöhle und der aktuelle Mundhygiene-Zustand wird festgestellt. Eventuelle Mängel der Mundhygiene werden besprochen. Eine Schulung in geeigneten Mundpflegetechniken ermöglicht dem Patienten, seine Mundhygiene deutlich zu verbessern. Nach entsprechender Vorbehandlung und der durch die verbesserte häusliche Mundhygiene gezeigten Mitarbeit-Motivation des Patienten gibt die sogenannte Reaktionsdiagnostik Aufschluss darüber, wie das Zahnfleisch auf eine Behandlung reagiert. Erst daraufhin wird entschieden, ob eine Parodontosebehandlung überhaupt nachhaltig helfen kann. Zeigt der Patient zum Beispiel keinerlei Mitarbeit-Motivation wird bei unzureichender häuslicher Mundhygiene keine Parodontosebehandlung...

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Gepostet am 3 Mrz 2018

Chronische Parodontitis erhöht Alzheimer-Risiko um 70 %

Chronische Parodontitis erhöht Alzheimer-Risiko um 70 %

Enormer Stellenwert der dentalen Prophylaxe für den ganzen Körper bestätigt TAICHUNG – Dass Parodontitis eine Alzheimer-Erkrankung begünstigt, wurde bereits in mehreren Studien belegt. Ein Forscherteam der Chung Shan Medical University in Taichung, Taiwan hat dies kürzlich erneut bestätigt. Datenerhebung Für ihre Untersuchung nutzen die Wissenschaftler Daten aus der Taiwan’s National Health Insurance Research Database und konnten zeigen, dass Patienten über 50 Jahre mit einer chronischen Parodontitis ein höheres Alzheimer-Risiko haben. Es konnte zwar keine direkte Verbindung zwischen Parodontitis und Alzheimer gefunden werden, allerdings hatten die Patienten, die seit 10 Jahren oder länger an einer chronischen Parodontitis litten, ein 70 % höheres Risiko an Alzheimer zu erkranken, als Patienten ohne Parodontitis. Fazit Aus ihren Ergebnissen schlussfolgern die Forscher, dass kleine Entzündungsherde im Körper eine tragende Rolle bei der Entstehung von Alzheimer haben. Zudem verdeutlichen sie ein weiteres Mal den enormen Stellenwert der Prophylaxe – nicht nur für die Zähne, sondern auch für den restlichen Körper. Quelle: Alzheimer’s ResearchTherapy Foto: sylviebliss...

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