Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch
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Ganzheitliche ZahnMedizin, Cranio- faziale- Orthopädie, Umwelt-ZahnMedizin und Parodontologie, Dr. Koch & Partner, Herne www.praxis-dr-koch.de, Jameda Profil

Zahnfleischentzündung hemmt positive Effekte von Sport

Schlechte Mundhygiene wirkt sich negativ auf die Gesundheit des gesamten Körpers aus

Eine neue Studie hat jetzt herausgefunden, dass Zahnfleischentzündungen sogar die positiven Effekte von Sport ganz und gar zunichtemachen können.

Schweißtreibende Übungen sind fast nutzlos, wenn die betreffende Person gleichzeitig mit einem entzündeten Zahnfleisch zu kämpfen hat.

Je älter wir werden, desto langsamer erneuern sich unsere Zellen. Ausreichend Sport kann diesen Prozess jedoch deutlich verlangsamen oder sogar ganz stoppen und sich positiv auf unser biologisches Alter auswirken. Dadurch bleiben wir länger jung und fit.

Untersuchungen haben allerdings festgestellt, dass Personen, die zwar Sport treiben, gleichzeitig aber auch Parodontitis aufweisen, genauso schnell altern wie bei den sog. Couch-Potatoes, im Gegensatz zur Kontrollgruppe, ebenfalls sportlich, aber mit einer tadellosen Mundgesundheit. Effektive Zahnpflege hält also nicht nur gesund, sondern auch jung.

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Zahnfleischentzündung: Zahnseide ohne Instruktion hilft wenig – Interdentalbürstchen sind besser

Studien mit über 2.000 Patienten zeigten, dass die Anwendung von Zahnseide ohne Anleitung keine wesentliche Besserung der Zahnfleischentzündung bewirkt.

Zahnzwischenraum-Reinigung ist wichtiger Aspekt der Mundhygiene

Das regelmäßige – zweimal tägliche – Zähneputzen bildet den Grundstein für eine effektive Mundhygiene. Darüber hinaus ist auch die Interdentalreinigung ein wichtiger Aspekt. Eine breite Palette von Produkten und Geräten wird zu diesem Zweck vermarktet.

Die Studienergebnisse:

Zur Verminderung von Zahnfleischentzündung rangierten unter den 10 Interdental-Hilfsmitteln Interdentalbürsten an erster Stelle. Zahnseide brachte nur eine geringe Reduktion der Entzündung.

Eine Empfehlung eines bestimmten Interdental-Hilfsmittels ist nicht möglich, da ihre Wirksamkeit von der Benutzerfreundlichkeit, der entsprechenden Anweisung durch die Prophylaxe-Assistentin und der Zahnstellung abhängt.

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Belags-Reduzierung: Spülen vor dem Putzen bringt nichts

Untersuchungen aus den Niederlanden beschäftigten sich mit der Frage, ob ein zusätzliches Spülen des Mundes mit Wasser vor dem Zähneputzen einen positiven Effekt auf die Beseitigung von dentaler Plaque hat.

Zunächst wurden die Probanden dazu angehalten, die Mundhygiene für 48 Stunden ruhen zu lassen. Zu Beginn der Testreihe sowie im Anschluss an diese wurde der Plaque-Index in der gesamten Mundhöhle bestimmt. Dann durften zwei Kieferhälften ohne die Verwendung von Zahncreme je 30 sec. lang unter Aufsicht geputzt und anschließend 1 min. lang mit 15 ml Wasser gespült werden. Danach reinigte man die fehlenden Kieferhälften auf gleiche Weise.

Im Ergebnis konnte nach 2 min. Zähneputzen ohne Zahncreme durchschnittlich etwa die Hälfte der Plaque entfernt werden – das vorherige Spülen mit Wasser hatte dabei keinen Einfluss auf dieses Ergebnis.

Quelle: Van der Sluijs E et al . Prebrushing rinse with water on plaque removal: a split-mouth design. Int J Dent Hyg 2016; doi: 10.1111/idh. 12216, online am 28.03.2016.

 

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Yoga macht glücklich und ist auch gut gegen Parodontitis

Indische Wissenschaftler berichten:

Yoga macht glücklich und ist auch gut gegen Parodontitis!

Reduziert man psychosozialen Stress, ist das immer hilfreich für die Allgemeingesundheit. Inwiefern eine regelmäßige Yoga-Praxis positiven Einfluss auf parodontale Erkrankungen hat, untersuchten Wissenschaftler aus Indien.

Neben der psychologischen Befundung wurden auch die Zahnfleischentzündungen der Patienten dokumentiert sowie deren Kortisolspiegel im Blutserum bestimmt.

Die indischen Forscher konnten beobachten, dass der Kortisolspiegel bei den Personen, die regelmäßig Yoga praktizierten, niedriger war als bei den Probanden in den anderen Gruppen.

Yoga hatte lt. Studienergebnissen auch einen positiven Effekt auf die parodontale Gesundheit, auf die Ängste der Patienten und auf depressive Stimmungen.

Quelle: Katuri KK et al Association of yoga practice and serum cortisol levels in chronic periodontitis patients with stress-related anxiety and depression . J Int. Soc Prev Community Dent 2016; 6 (1):7-14.

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Essen macht gesund – Studie belegt entzündungshemmende Diät

Freiburg im Breisgau – Forscher der Universität Freiburg habe in einer Studie untersucht, wie sich mittels Nährstoffen eine vorhandene Parodontitis reduzieren lässt. Sie wollten herausfinden, ob ein als entzündungshemmende Diät beschriebener Ernährungsplan Einfluss auf die parodontale Mundgesundheit hat.

Dazu verringerten die Testpersonen ihre tägliche Kohlenhydrataufnahme und nahmen vermehrt stattdessen Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Antioxidantien und Ballaststoffe zu sich.

Nach Ablauf der sechs Wochen zeigte sich bei den Diätlern eine signifikante Verbesserung der Gingivitis und Parodontitis im Vergleich zu Personen, die nichts an ihren Ernährungsgewohnheiten änderten.

Sowohl Blutungen beim Sondieren als auch die entzündeten Areale waren deutlich rückläufig. Außerdem verbesserte die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen den Plaque-Index.

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