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Gepostet am 13 Mrz 2018

Wie lässt sich das Zahnfleisch wieder aufbauen?

Insgesamt sind die Möglichkeiten der modernen Zahnfleischbehandlung in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Zahnfleisch wachsen zu lassen ist aber leider (noch) nicht möglich. Die sogenannte „rote Ästhetik“ beschäftigt sich mit dem Zahnfleischaufbau.

Ist das Zahnfleisch stark zurückgegangen, kann (nach einer erfolgreichen Parodontitistherapie!) das Zahnfleisch mit Bindegewebstransplantaten mikrochirurgisch wieder aufgebaut werden. Frei liegende Zahnhälse oder Zahnwurzeln werden wieder mit Zahnfleisch „beklebt“.

Diese operative Zahnfleischaufbau sollte von erfahrenen Oralchirurgen vorgenommen werden. Häufig wird zudem der Aufbau des abgebauten Knochens empfohlen, da der Aufbau des Zahnfleisches ohne Knochenaufbau eine tiefe Tasche entstehen lässt, die eine optimale Mundhygiene sehr erschwert.  Zum Knochenaufbau eignet sich eigener Knochen aus anderen Bereichen des Kiefers, wie zum Beispiel aus der Region der ehemaligen Weisheitszähne im Oberkiefer, oder auch ein Knochenersatzmaterial.

Modernste chirurgische Verfahren fördern die Knochenheilung mit speziellen Enzymen. Diese Methoden sind wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht, es könnten sich aber zukünftig interessante und für den Patienten schonende Verfahren entwickeln.

Was tun gegen Zahnfleischschwund?

Mit regelmäßigen halbjährlichen Routine-Untersuchungen beim Zahnarzt beugen sie nicht nur einem Zahnfleischrückgang vor, sondern auch Zahnfleischentzündungen und Parodontitis. Er kann auch auf alle individuellen Risikofaktoren hinweisen und diese gemeinsam mit dem Patienten nachhaltig minimieren.

Bei der täglichen Zahnreinigung sollte eine weiche Bürste zum Einsatz kommen und damit das Zahnfleisch sanft massiert werden, um die Durchblutung anzuregen.

Weil der Magen-Darm-Kanal funktionell eine Einheit darstellt, ist auch die Beschaffenenheit der Darmflora nicht unwesentlich. Als größtes Immunorgan des Körpers können sich Störungen im Darm auch negativ auf die Schleimhautverhältnisse in der Mundhöhle auswirken. Aus diesem Grund kann durch eine Ernährungsumstellung die Regeneration des Zahnfleisches angeregt und dem Zahnfleischrückgang entgegen gewirkt werden.

Der Verzicht auf Nikotin und Alkohol ist unbedingt anzuraten. Auch eine deutliche Stressreduzierung wirkt sich positiv auf das Zahnfleisch aus.

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Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch
Ganzheitliche ZahnMedizin, Cranio- faziale- Orthopädie, Umwelt-ZahnMedizin und Parodontologie, Dr. Koch & Partner, Herne www.praxis-dr-koch.de/parodontose