Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

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Dr. Wolfgang H. Koch ist seit 1978 als Zahnarzt in Herne tätig und gilt als Pionier der Ganzheitlichen Zahnmedizin sowie Oralen Medizin. Als Experte für Umwelt-Zahnmedizin verbindet er seine jahrzehntelange klinische Erfahrung am Standort Herne mit modernsten biologischen Verfahren wie Ozon-Therapie und PRF, um die Ursachen chronischer Leiden im Kiefer nachhaltig zu beheben, Dr. Koch Zahnarztpraxis, Herne www.praxis-dr-koch.de,

Raucher gefährden auch ihre Zähne

Schlechtere Durchblutung, dadurch erhöhte Gefahr von Parodontitis und verzögerte Wundheilung

Bei Rauchern ist auch die Mundgesundheit stark bedroht.

Rauchern leiden häufiger unter chronischen Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates – und diese so genannte Parodontitis kann bei ihnen nicht so gut behandelt werden wie bei Nichtrauchern.

Raucher haben daher im Durchschnitt weniger Zähne als Nichtraucher. Besonders kritisch wird es, wenn an den von Parodontitis betroffenen Zähnen Zahnersatz abgestützt ist: Geht dieser als Pfeiler verloren, kann der komplette Zahnersatz unbrauchbar werden.

Vor allem bei starken Rauchern heilen auch künstliche Zahnwurzeln, so genannte Zahnimplantate, schlechter ein und sie halten weniger lang.

Außerdem entzündet sich bei Rauchern das um ein Implantat verlaufende Zahnfleisch häufiger. Diese kann langfristig zum Verlust des Implantates führen.

Und ganz besonders dramatisch: Rauchende Männer haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein 27-fach erhöhtes Risiko, an Mundhöhlen- oder Rachenkrebs zu erkranken. Dies zeigen Zahlen des Deutschen Krebs-forschungszentrums. Er ist bei Männern immerhin die sechst-häufigste Krebstodesursache.

Rauchen schadet aber nicht nur der Gesundheit. Die im Tabakrauch enthaltenen Pigmente machen die Zähne auch hässlich. Zum Glück lassen sich die unschönen Verfärbungen meist durch professionelle Mundreinigung wieder entfernen.

Überhaupt kommt einer ausführlichen Pflege und Reinigung wie auch der Vorsorge eine große Bedeutung zu. Für Raucher ist es nach Angaben der DPH ganz besonders wichtig, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen – am besten zwei Mal jährlich. So können mögliche Folgen des Rauches rechtzeitig entdeckt werden.

Mehr zu Zahnimplantaten für Risikopatienten finden Sie hier>>>

Elektrische Zahnbürsten im Test: Der Preis sagt nicht viel über die Qualität

Bei Produkttests der Stiftung Warentest wurde der jahrelange Testsieger Oral-B (Braun Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin) von der € 220,00 teuren Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart auf Platz zwei verwiesen.

Noten von „gut“ bis „mangelhaft“, Preise von € 16,00 bis € 220,00

Ein neuer Test von elektrischen Zahnbürsten der Stiftung Warentest zeigt: Am Preis allein lässt sich die Qualität einer Zahnbürste nicht erkennen. Denn auch die elektrische Bürste eines Drogeriemarktes für € 16,00 (dm Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional) ist gut.“

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Zahnfleischerkrankungen erhöhen die Gefahr von Asthma

Wie eine wissenschaftliche Studie herausfand, haben Menschen mit Zahnfleischbeschwerden ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Demnach leiden Personen mit einer guten Mundhygiene seltener an der chronischen Erkrankung.

Als Risikofaktoren für die Parodontitis der Testpersonen nannten die Forscher Alter, Rauchergewohnheiten, den Body-Mass-Index oder Osteoporose.

Zusätzlich wurde aber auch festgestellt, dass Menschen mit Beschwerden im Mundbereich fünf Mal mehr gefährdet, sind an Asthma zu erkranken, als Menschen, die gesunde Zähne und Zahnfleisch vorweisen konnten.

Studienautor Dr. Nigel Carter sagte dazu: „Der Forschungsbericht zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Asthma. Beide sind sehr verbreitet. Mehr noch, Parodontitis gehören sogar zu den meisten nicht übertragbaren Erkrankungen weltweit.“

Dr. Carter betont, das Risiko einer Erkrankung wird mithilfe von gründlicher Mundhygiene deutlich gemindert. Andersherum kommt es bei bereits unter Asthma leidenden Personen zu vermehrten Zahnfleischentzündungen.

Grund dafür ist neben besonderen Medikamenten auch das vermehrte Atmen durch den Mund. Dies führt zur Austrocknung und vermindertem Speichelfluss, was die Verbreitung von Bakterien begünstigt.

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Zahnfleischentzündung hemmt positive Effekte von Sport

Schlechte Mundhygiene wirkt sich negativ auf die Gesundheit des gesamten Körpers aus

Eine neue Studie hat jetzt herausgefunden, dass Zahnfleischentzündungen sogar die positiven Effekte von Sport ganz und gar zunichtemachen können.

Schweißtreibende Übungen sind fast nutzlos, wenn die betreffende Person gleichzeitig mit einem entzündeten Zahnfleisch zu kämpfen hat.

Je älter wir werden, desto langsamer erneuern sich unsere Zellen. Ausreichend Sport kann diesen Prozess jedoch deutlich verlangsamen oder sogar ganz stoppen und sich positiv auf unser biologisches Alter auswirken. Dadurch bleiben wir länger jung und fit.

Untersuchungen haben allerdings festgestellt, dass Personen, die zwar Sport treiben, gleichzeitig aber auch Parodontitis aufweisen, genauso schnell altern wie bei den sog. Couch-Potatoes, im Gegensatz zur Kontrollgruppe, ebenfalls sportlich, aber mit einer tadellosen Mundgesundheit. Effektive Zahnpflege hält also nicht nur gesund, sondern auch jung.

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Zahnfleischentzündung: Zahnseide ohne Instruktion hilft wenig – Interdentalbürstchen sind besser

Studien mit über 2.000 Patienten zeigten, dass die Anwendung von Zahnseide ohne Anleitung keine wesentliche Besserung der Zahnfleischentzündung bewirkt.

Zahnzwischenraum-Reinigung ist wichtiger Aspekt der Mundhygiene

Das regelmäßige – zweimal tägliche – Zähneputzen bildet den Grundstein für eine effektive Mundhygiene. Darüber hinaus ist auch die Interdentalreinigung ein wichtiger Aspekt. Eine breite Palette von Produkten und Geräten wird zu diesem Zweck vermarktet.

Die Studienergebnisse:

Zur Verminderung von Zahnfleischentzündung rangierten unter den 10 Interdental-Hilfsmitteln Interdentalbürsten an erster Stelle. Zahnseide brachte nur eine geringe Reduktion der Entzündung.

Eine Empfehlung eines bestimmten Interdental-Hilfsmittels ist nicht möglich, da ihre Wirksamkeit von der Benutzerfreundlichkeit, der entsprechenden Anweisung durch die Prophylaxe-Assistentin und der Zahnstellung abhängt.

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Belags-Reduzierung: Spülen vor dem Putzen bringt nichts

Untersuchungen aus den Niederlanden beschäftigten sich mit der Frage, ob ein zusätzliches Spülen des Mundes mit Wasser vor dem Zähneputzen einen positiven Effekt auf die Beseitigung von dentaler Plaque hat.

Zunächst wurden die Probanden dazu angehalten, die Mundhygiene für 48 Stunden ruhen zu lassen. Zu Beginn der Testreihe sowie im Anschluss an diese wurde der Plaque-Index in der gesamten Mundhöhle bestimmt. Dann durften zwei Kieferhälften ohne die Verwendung von Zahncreme je 30 sec. lang unter Aufsicht geputzt und anschließend 1 min. lang mit 15 ml Wasser gespült werden. Danach reinigte man die fehlenden Kieferhälften auf gleiche Weise.

Im Ergebnis konnte nach 2 min. Zähneputzen ohne Zahncreme durchschnittlich etwa die Hälfte der Plaque entfernt werden – das vorherige Spülen mit Wasser hatte dabei keinen Einfluss auf dieses Ergebnis.

Quelle: Van der Sluijs E et al . Prebrushing rinse with water on plaque removal: a split-mouth design. Int J Dent Hyg 2016; doi: 10.1111/idh. 12216, online am 28.03.2016.

 

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